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Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten
Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA)
und die Schweizerische Akademie der Naturwissenschaften (SANW)
in Vertretung der Konferenz der schweizerischen wissenschaftlichen Akademien (CASS)

Schweizerische Strategie zur Förderung der Forschung in Entwicklungsländern

Juli 1993, 2. Auflage Januar 1997


Sie können die Strategie als
.pdf (Grösse 80 KB) oder
.rtf - Dokument (Grösse 180 KB).

Untenstehend finden Sie das Inhaltsverzeichnis und das Vorwort.


Zur Einführung

Im Herbst 1990 setzten die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA (vormals Direktion für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe DEH) des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und die Schweizerische Akademie der Naturwissenschaften (SANW), federführend für die Konferenz der schweizerischen wissenschaftlichen Akademien (CASS), die Arbeitsgruppe "Förderung der Forschung in Entwicklungsländern" (FFEL) mit dem Auftrag ein, eine schweizerische Strategie zur nachhaltigen Förderung der Forschung in Entwicklungsländern zu entwerfen. Die Arbeitsgruppe zählte rund zwanzig Mitglieder, vorab aus den Kreisen der eingenössischen Verwaltung, nichtstaatlicher Organisationen, der Wissenschaftspolitik sowie der schweizerischen Hochschulen und Universitäten. Im Juni 1993 lieferte die Arbeitsgruppe ihren Bericht ab; beide Auftraggeberinnen haben ihn seither genehmigt. Das vorliegende Dokument enthält das Konzept für die umfassenden "Stragegie", sowie dasjenige für ihren wichtigsten, innovatien Teil, das 'Spezialprogramm' (SP).

Gegenwärtig bereitet ein erweiterter Ausschuss der Arbeitsgruppe FFEL jene Entscheide vor, die von den Behörden und den zuständigen Organen in den nächsten Monaten zu treffen sein werden, um die vorschlagene Strategie einschliesslich des SP in die Tat umzusetzen. Dazu soll neu eine Kommission für Forschungspartnerschaft gebildet werden, die ihre besondere Aufmerksamkeit zunächst einer zentralen Informationsstelle und dem SP schenken wird. Bezüglich der Information machte die Arbeitsgruppe FFEL bereits den Anfang, indem sie das 'Institut universitaire d'études du développement' (IUED) Genf, beauftragte, ein Verzeichnis der Schweizer Forscher und der schweizerischen Institutionen anzufertigen, die Forschung in und mit Entwicklungsländern, oder Forschung für solche betreiben. Die Erstausgabe ist unter dem Titel 'Schweizer Forschung und Entwicklungsländer' eben erschienen .

Die Möglichkeit, unverzüglich einen Teil des Gedankenguts des SP auf seine praktische Tauglichkeit zu prüfen, ergab sich mit seiner Verbindung mit dem Modul 7 des Schwerpunktprogramms (SPP) Umwelttechnologie und Umweltforschung des SNF (neu: SPP-Umwelt, s. 3.7). Die im Modul 7 zur Durchführung vorgesehenen 15 bis 20 Projekte sollen Ende 1993 anlaufen; sie dürften auch hinsichtlich des SP wertvolle Erfahrungen zeitigen.

Schliesslich ist für die nähere Zukunft vorgesehen, den ersten vertieften Kontakt mit Vertretern potentieller Partner aufzunehmen. Sie werden es sein, die bestimmen müssen, für welcherlei Forschungsvorhaben zur Zeit das grösste Bedürfnis besteht.

Die erarbeitete Strategie wird nur dann Erfolg haben, wenn sie von einer breiten Schicht der wissenschaftlichen Gemeinschaft im In- und Ausland getragen wird. Wir laden deshalb alle Interessierten, in erster Linie die in der Forschung tätigen Kolleginnen und Kollegen, herzlich ein, uns ihre Ueberlegungen zum Thema mitzuteilen.

Basel, im Juli 1993

sig. Prof. Dr. Thierry A. Freyvogel
Vorsitzender Arbeitsgruppe FFEL
ehem. Vizepräsident der SANW
Schwarztorstrasse 9, 3007 Bern